Die Möglichkeiten und Chancen sich mit der eigenen Heimat zu beschäftigen waren nie größer. Deshalb verwundert es mich schon, dass ich den Eindruck habe, dass dieses Interesse immer mehr ab- statt zunimmt. Dabei ist doch gerade dieser Raum wichtig hier leben wir, hier bauen wir uns etwas auf und hier sollten wir Bescheid wissen.

Zurück zum Thema: Den Begriff Schatzsucher verwende ich im Titel nicht dafür, dass man Schätze sucht und dann anfängt danach wild zu graben. Ein Schatz ist für mich im übertragenen Sinne auch, ein vergessener Ort den man findet, geschichtliche Belege die man entdeckt und Naturobjekte die man so vorher noch nicht gesehen hat. Es gibt leider genug Menschen, die Orte finden und teilweise sogar zerstören, Dinge entfernen und am Ende dafür sorgen das dieser für immer verloren ist, anstatt ihn fest- und zu erhalten.

Doch wie wird man zum Heimatentdecker? Ganz einfach, in dem Du deine Umgebung aktiv erkundest, etwas Entdeckst und dazu Fragen stellst.

  • Was war hier einmal?
  • Welche Funktion hatte dieses Gebäude?
  • Welchen Bedeutung hat ein Fundobjekt?
  • Woher stammt das gefundene?
  • Wer hat hier früher gelebt?
  • usw.

Für mich besteht Entdecken aus verschiedenen Säulen. Dazu gehört das aktive Erkunden der Umgebung durch ausgiebige Wandertouren. Auf diesen Ausflügen werden die Eindrücke via Fotos und auch Video festgehalten. Finde ich ein Thema, gehört dazu natürlich auch die Recherche on- und offline in Büchern und Magazinen. Noch tiefer kann man „graben“ wenn man Stadt- und Landesarchive aufsucht oder Zeitzeugen findet, die einem einen persönlicheren Eindruck verschaffen. Letztere kann man auch zufällig vor Ort treffen, manchmal jedenfalls und oft mit interessanten Einblicken und Hinweisen.

Wichtig ist vor allem der Spaß am Wandern und Reisen, dann entwickelt sich automatisch ein Interesse dafür, welche Gebiete man bereist. Für mich persönlich liegt die Hauptmotivation darin, meine Heimat kennenzulernen, dann erst kann man Sie wirklich verstehen.

Das gewonnen Wissen und die Erfahrungen kann man wunderbar nutzen um es für die Öffentlichkeit in Form von Artikeln und Bildern bereitzustellen. Dadurch können dann wieder neue Kontakte entstehen. Man bekommt neue Hinweise, Ansätze für Touren und vieles mehr.

Da es immer was zu entdecken gibt, bleibt es immer spannend, solange man mit offenen und interessierten Augen durch die Welt geht.

Ich denke man sollte klein Anfangen und sich in seiner nahen Umgebung auf Tour begeben. Du wirst erstaunt sein, was du alles herausfindest und ganz nebenbei deine Heimat besser kennenlernen.

Viel Spaß beim Suchen und Entdecken!